Urlaubsvertretung

Im Herbst wurde ich von meinem letzten unselbständigen Dienstgeber gefragt, ob ich für 3 Wochen Urlaubsvertretung machen würde – in Schwechat – ich sagte spontan ab – und ich hätte dabei bleiben sollen ;-(

Das Angbot wurde erweitert auf – wenn ich die Urlaubsvertretung mache, bekomme ich dann ab Oktober wieder eine längere Anstellung – also sagte ich dann doch noch zu – der Dienstvertrag ging von der letzten Juli bis zur 2. Augustwoche 2013.

Ich war angemeldet – also vom AMS abgemeldet – ganz offiziell – und meldete mich danach wieder arbeitssuchend. Es war von Beginn an klar, dass es sich um 3 Wochen handelt – und ich dachte mir nix Böses dabei.

Einige Zeit nach meiner Wiedermeldung bekam ich die Information, dass ich für den Rest des Monats August täglich um 10 Euro weniger bekäme wie vorher – und ich dachte, ich spinne – und rief am AMS an.

Die Information – da ich weniger als ein Monat gearbeitet hatte, fiele ich unter die Regelung, dass für den angefangenen Monat der Bezug um den Betrag gekürzt würde, den ich mehr verdient hätte als der Notstand ausmachen würde.

Es sei dies deswegen – relativ neu – eingeführt worden, weil viel Schindluder getrieben wurde von Menschen, die sich tageweise wo anmeldeten, die Mörderkohle dafür kassierten – und sich für den Rest des Monats noch Arbeitslosenbezug geholt hätten.

Mein Argument, dass ich durch die Urlaubsvertretung einen längerfirstigen Job bekäme, erklärte man mir zwar, das wäre voll super – aber ich werde trotzdem bestraft dafür, dass ich nur 3 Wochen gearbeitet hätte – und zwar mit einem befristeten Dienstvertrag.

Wäre ich einfach angestellt worden – und in der Probezeit gegangen – oder gegangen worden – wäre mir nichts passiert – aber befristet – weniger als einen Monat – zieht unweigerlich Reduktion des Bezuges nach sich.

Letztendlich waren diese 3 Wochen – in Schwechat – mit einer täglichen Mindestfahrtzeit von 2 x 1 Stunde – das absolute Verlustgeschäft, welches mich echt ins Schleudern brachte. Weil ich gehe nämlich arbeiten, damit ich mehr bekomme als den Notstandsbezug.

Und wenn mich dann das Gesetz dafür bestraft, wenn ich mir mit 55 eben eine Urlaubsvertretung am A…. der Welt (von mir aus gesehen) antu, dann zweifle sogar ich zeitweise nachhaltig an deren Sinnhaftigkeit.

Wie auch immer – alles, was weniger als ein Monat ist – und befristet – sollte nachhaltig überlegt werden, damit man letztendlich nicht unverhältnismässig drauf zahlt und sich selbst an den Rand des Ruins schrammt.

Falls man es trotzdem tut – mein Tipp – unbedingt alle 3 Wochen im gleichen Monat, weil eben für den Rest des angefangenen Monats die AMS-Bezüge gekürzt werden – sprich – wenn ich irgendwo arbeite – und der letzte Arbveitstag ist der 2. oder 3. eines Monats verliere ich weit mehr, als wenn ich am 28. mein befristetes Dienstverhältnis beende.

Meine persönliche Erfahrung – und auch das ist gesetzlich geregelt – zumindest in NÖ.

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Über schwarzatal

ChrisTina Maywald Kassierin & Schriftführerin Soziale Initiative Schwarzatal www.soziale.initiative.schwarzatal.net Vorstandsvorsitzende des Vereins Wirtschaftsnetzwerk - Initiative Schwarzatal www.wirtschaftsnetzwerk.initiative.schwarzatal.net
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